Kontaktinformationen
Tel: +27 (0) 44 534 8906
Fax: +27 (0) 44 534 8907

Postal Address
PO. BOX 1190, Plettenberg Bay, 6600, South Africa


info@monkeyland.co.za
 
 
 
NKOSI SIKELELE AFRIKA

GOD BLESS AFRICA
 
CREATE
website designed by
www.create-ideas.com
 
 
Der Traum
Tony Blignaut - CEO Monkeyland
 

IInterview mit unserem CEO
Tony Blignaut - CEO Monkeyland

Interview: Alan Aspinal bei Monkeyland

Alan
“ Heute interviewen wir Tony Blignaut, der CEO vom Monkeyland Primatenschutzgebiet hier in Plettenberg Bay. Hallo Tony, welch ein wundervolles Gebiet Sie hier haben, was hat Sie dazu motiviert, ein Schutzgebiet wie dieses hier zu errichten?“

Tony:
„Danke Alan - ja, das stimmt. Die Motivation kam aus der Sorge um das Wohlbefinden der Primaten. Ich war und bin es immer noch, überzeugt davon, dass nicht genug getan wird, um Primaten zu schützen.“

Alan:
„Tony, wenn Sie von dem Schutz der Primaten sprechen, was meinen Sie damit genau?“

Tony:
„ Also, lassen Sie uns in einer größeren Dimension denken. Die Lebensräume für Primaten schrumpfen weltweit auf ein alarmierendes Minimum.
Die Abholzung und schwächenden Nutzungen der Waldvorkommen tragen weiterhin zum Verschwinden der Tierwelt bei. Primaten sind einer doppelten Gefahr ausgesetzt, da sie menschenähnlich sind, sodass sie mehr als irgendeine andere Art für Experimente benutzt werden. Zweitens werden sie für den Tierhandel gefangen und in vielen Ländern auf Grund ihres Felles und Fleisches gejagt.“

Alan:
„Monkeyland ist ein Primatenschutzgebiet mit verschiedenen Primatenarten, alle frei in diesem Wald. Ich kann sehen, da es ein besonderer Ort ist und dass man sich gut um den Schutz der Primaten kümmert. Aber wie kommt es dem Szenario, welches Sie gerade beschrieben haben, zu nutzen?“

Tony:
„Das Schutzgebiet ist Teil eines größeren Prozesses. Ersteinaml ist das Schutzgebiet Genpool, wenn ich es so nennen darf. Wir haben 14 verschiedene Arten hier in Monkeyland, welche auf vier Kontinenten zu finden sind. Ich hoffe, dass die Nachkommen dieser Primaten eines Tages den Wald ihrer Herkunftsländer bevölkern werden.

Das ist jedoch nur möglich, wenn sich unsere Primaten frei bewegen können und halb-wild sind.
Der zweite Faktor ist, dass wir nicht nur Aktivitäten verringern, um die Vielfalt der halb-wilden Arten aufrecht zu erhalten, sondern wir sind auch sehr aktiv bei der Veränderung der Gesetzgebung, die sich um die Ausbeutung von Primaten dreht – sei es Tierhandel oder Forschung. Drittens gehen wir gegen jede Form von schädigender Nutzung von Zufluchtsorten vor, besonders in Wäldern.“

Alan:
„ Afrikanische Primaten. Es scheint so, als gebe es reichlich Paviane und Grüne Meerkatzen in dieser Umgebung. Gewiss sind sie nicht bedroht oder gefährdet. Betrifft dieses Problem dann nicht nur die anderen Kontinente?“

Tony:
„Die menschlichen Primaten mal ausgelassen, wird Südafrika als ein sehr sicheres und auf Naturschutz bezogenes Land betrachtet. Sie liegen richtig mit der Annahme, dass weder die Grünen Meerkatzen, noch die Paviane gefährdet sind. Leider sieht die Situation in den restlichen Ländern Afrikas nicht gut aus. Die Buschfleisch-Krise in Zentralafrika wird zu der Ausrottung aller bekannten wilden Primaten innerhalb der nächsten zwölf Jahre führen, wenn sie mit der momentanen Wucht voran schreitet.
Das betrifft ebenso Gorillas, Chimpansen, Bonobos - all diese charismatischen Primaten werden in zwölf Jahren völlig ausgelöscht sein. Auf Grund dessen ist es so wichtig, halb-wilde Primatenpopulationen beizubehalten, sodass sie eines Tages in diese Gebiete ausgesetzt werden können. Natürlich betrifft diese Problem auch Afrika, nicht nur die anderen Kontinente.“

Alan:
„Chimpansen, Gorillas und Bonobos. Gibt es Schutzgebiete, die Populationen dieser Primatenarten für eine Widerfreilassung besitzen?“

Tony:
„Ja und nein, es gibt Schutzgebiete mit solchen Primaten, jedoch werden sie nicht immer als wilde, oder halb-wilde Tiere gehalten. Ein weiterer Faktor, der nicht ignoriert werden darf, ist, das sich viele dieser Schutzgebiete in Ländern befinden, wo ihre Zukunft nicht gesichert werden kann.“ Es ist nicht unüblich, dass man Nachrichten über die Ermordung von Gorillas oder ihren Pflegern in afrikanischen Schutzgebieten hört.“

Alan:
„Denken Sie über ein Schutzgebiet für Menschenaffen in Südafrika nach?“

Tony:
„Ja, wir sind mit der Vorbereitung eines Chimpansenschutzgebietes beschäftigt.
Außerdem haben wir die Möglichkeit, auch etwas für andere Menschenaffen zu tun.“

Alan:
„Es herrscht eine große Aufregung und Erwartung auf die Eröffnung Ihres Vogelschutzgebietes, neben Monkeyland. Gehören Vögel neuerdings zu Ihrer Besorgnis und wird das Vogelschutzgebiet auch als Genpool für bedrohte Vogelarten dienen?“

Tony:
„Ich mag Vögel, bitte verstehen Sie mich nicht falsch, aber das ist nicht die Idee, die hinter diesem Projekt steht. Es wurde errichtet, um die Freilassung der Miniaturaffen, die in Obhut der „Touch a Monkey`s Heart Foundation“ sind, zu ermöglichen.
Diese werden zurzeit in Käfigen gehalten, da es keinen sicheren Lebensraum gibt, in dem wir sie freilassen können. Sie würden Wildkatzen und Greifvögeln zum Opfer fallen.

Das Vogelschutzgebiet wird keine Greifvögel beherbergen und die zwei Kubikhektar Waldmenge werden ideal für die Miniaturaffen und Vögel sein.
In Bezug auf die Vögel als Genpool, ist es möglich, jedoch war das kein Grund für die Entstehung des Vogelparks. Die größte Motivation für ein Vogelschutzgebiet war es, einen besseren Ort für Käfigtiere zu schaffen.

Ich glaube, dass den Leuten diese Vorstellung gefällt. Wir wurden bereits mit Anfragen für die Aufnahme von Familienvögeln in das Schutzgebiet, überschwemmt. Tatsächlich haben Familien in einigen Fällen ihre Vögel schon zum Schutzgebiet gebracht, wo sie erstmal den Prozess einer sanften Rehabilitation durchlaufen.

Dieser wird sie bestens auf die Freilassung vorbereiten, wenn das Schutzgebiet im Dezember 2005 eröffnet wird.

 
Luftbild von Monkeyland