In Anbetracht der unglaublich
niedrigen Überlebenschancen für
die meisten Primatenarten in der Wildnis,
ist es schwer vorstellbar, dass nur
ein geringer Prozentsatz der momentan
existierenden Arten die Mitte dieses
Jahrhunderts erleben wird.
Die
fortlaufende Zerstörung ihres
Lebensraumes, das illegale Jagen und
die Ausbeutung von Lebewesen durch
die Buschfleisch-Krise (bushmeat-crisis),
verstärkt durch die andauernden
Kriege in vielen dieser Lebensräume-
all dies wird letztendlich zur Ausrottung
der meisten wildlebenden Primatenarten
führen.
Die weiterhin bestehende wundervolle
Arbeit, die von Organisationen und
zoologischen Gärten auf der ganzen
Welt betrieben wird, sorgt dafür,
dass die meisten dieser Arten in Gefangenschaft
nicht ausgerottet werden. Doch in
der Wildnis sieht die Zukunft finster
aus. Ein kleiner Hoffnungsschimmer
kommt von Organisationen wie uns,
wo alles Mögliche versucht wird,
Schutzgebiete in anderen Ländern
zu schaffen. In Gebieten, die den
natürlichen Lebensräumen
dieser gefährdeten Arten so gut
wie möglich ähnelt. Diese
Gebiete werden von verschiedenen Arten
bevölkert und bleiben so natürlich
wie es geht, um die Tiere dort wild
leben lassen zu können.
Wir glauben, dass Schutzgebiete mit
solchen Zielen und Plänen der
gesunden Tierhaltung in beinahe wilder
Haltung, später einmal eine wichtige
Rolle bei der Wiedereinführung
dieser Tiere in die Wildnis, spielen
können.
Der Artenvielfalt steh das Schlimmste
noch bevor, denn die Probleme, mit
denen wir in Extremsituationen konfrontiert
werden, sind beinahe unumgänglich.
Auf diese extremen Probleme müssen
wir demnach mit ebenfalls extremen
Lösungen reagieren, wenn wir
sie bewältigen möchten.
Normale Verfahrensweisen zum Naturschutz
reichen nicht mehr aus, wir müssen
unser Netz größer spannen.
Um erfolgreich zu sein, müssen
wir eine modernere Vorgehensweise
zur Arterhaltung entwickeln.
Wir können es schaffen. Es ist
außerdem nicht auszuschließen,
dass Organisationen wie IUCN, CITES,
Nature Conservation und zoologische
Gärten weltweit mit Tierschutzorganisationen
zusammenarbeiten werden. Ziel wäre
es, alle Quellen zu vereinen und Strategien
zu nutzen, die gestern vielleicht
unangebracht waren. Heutzutage könnten
sie jedoch den entscheidenden Unterschied
zwischen Überleben und Ausrottung
darstellen.
Es liegt in unserer Hand. Niemand
anderes außer uns kann diese
Strategien entwickeln und Maßnahmen
treffen, um diese Arten zu retten.
Stellen Sie sich einen Ort vor, an
dem Affen und Menschenaffen aus der
ganzen Welt, frei und harmonisch leben
können. Vor 12 Jahren war das
der Traum, heute die Verwirklichung
dieses Traumes für alle sichtbar.
Tony Blignaut, bekannt in Tourismus-
und Naturschutzkreisen, machte sich
große Sorgen um die Primaten,
die sich in Not befinden.
Dabei schaute er besonders auf die
kritische Verwüstung ihrer Lebensräume,
auf die wachsende Bedrohung durch
den Buschfleischhandel und die erschreckenden
Umstände, in denen Primaten in
Gefangenschaft gehalten werden.
Im Jahr 1990, während er bei
der Inyati Game Lodge, in der Sabi
Sand Wildtuin, einer der besten Game
Lodges Afrikas war, hat er angefangen
nach Rehabilitationsmöglichkeiten
zu suchen. Schon damals merkte er,
dass ein entscheidender Faktor für
den Erfolg eines Schutzgebietes sein
wird. Seine Nachforschungen wurden
im Jahr 1996 unter dem Begriff „Eden-Syndrom“
zusammengefasst.
Das „Eden-Syndrom“ ist
der Prozess, bei dem Primaten rehabilitiert
und dem Menschen wieder fremd gemacht
werden.
Das „Eden-Syndrom“ wurde
das Fundament für die Errichtung
des ersten wahren Schutzgebietes,
in dem Primaten frei herumwandern
können.
Wenn Sie Tony heute fragen ob er stolz
auf das Schutzgebiet ist, für
deren Entstehung er sich eingesetzt
hat, dann wird er Ihnen schnell antworten:
“Es war Teamarbeit!“.
Der Verdienst sei denjenigen zuzuschreiben,
die es vorziehen, nicht genannt zu
werden, die jedoch selbstlos die nötigen
Geldsummen gesponsert haben, um den
Wald zu erwerben und das Schutzgebiet
zu entwickeln.
Ein Dank geht auch an die engagierten
Mitarbeiter, die die stabile Errichtung
unterstützt haben und die bei
der Verbreitung der Botschaft, die
Monkeyland verkörpert, sehr behilflich
sind.